Konzept Neubau
Konzept zum Neubau des Tierheims Potsdam
Ausgangssituation:
Der bauliche Zustand des Tierheims Potsdam ist mehr als mangelhaft und geprägt durch jahrzehntelangen Modernisierungs- und Sanierungsstau. Die in jeglicher Hinsicht gestiegenen Anforderungen an ein modernes Tierheim können am jetzigen Standort nicht erfüllt werden, da hierfür der notwendige Flächenbedarf nicht gedeckt werden kann.
Das Tierheim Potsdam ist zu klein, die Aufnahmekapazitäten liegen weit unter dem Bedarf, die Flächen die den Tieren zur Verfügung stehen, sind um ein Vielfaches zu klein, eine Gruppenhaltung der Hunde wie von Gesetzgeber gefordert, eine wirkliche räumliche Trennung zwischen einzelnen Bereichen (Tierauffangstation, Krankenstation, Vermittlungsställe), die aus Gründen der Hygiene und Seuchenprophylaxe zwingend erforderlich wäre, ist schon aus Platzmangel nicht möglich, es fehlt an Räumen und Flächen für Öffentlichkeits-, Jugend- und Vereinsarbeit.
Ein modernes Tierheim heutiger Ausprägung hat einen erheblich größeren Platzbedarf, der vor Ort nicht erfüllt werden kann, womit ein Umzug unumgänglich ist.
Anforderungen an das neue Grundstück:
- Mindestgröße des Objektes: 60.000 m² – 80.000 m², um die angegliederten Teilbereiche unterbringen zu können und bei Bedarf Erweiterungsfläche zur Verfügung zu haben, davon müssen 35.000 m² sofort beziehbar sein.
- Gute Erreichbarkeit für ehrenamtliche Helfer und Interessenten.
- Die Lage muss so gewählt werden, dass alle Schutzansprüche dritter (insbesondere Lärm-, Natur- und Trinkwasserschutz) ohne Einschränkung im Bereich der Tierhaltung erfüllt werden können.
Lage:
Das Tierheim Potsdam betreut außer Potsdam neun weitere Gemeinden. Zudem erstreckt sich der Einzugsbereich des Tierheims Potsdam, seit dem Umzug des Tierheims Berlin von Lankwitz nach Falkenberg, bis in den Süden Berlins. Berücksichtigt man Erreichbarkeit und Kaufkraft in dieser Region, sollte der neue Standort für das zukünftige Tierheim Potsdam östlich oder südlich von Potsdam liegen.
Zielsetzung:
Ziel ist es, das Tierheim Potsdam als Kompetenzzentrum für Tierschutz und Tierhaltung in unserer Region zu entwickeln. Wir wollen Ansprechpartner Nummer Eins für alle Fragen rund um das Tier in unserer Region werden. Diese Entwicklung zum Kompetenzzentrum, beinhaltet, dass neben der Kernaufgabe Tierheim, weitere Aufgabenbereiche wie zum Beispiel Tierpension, Tiergesundheit, Tiererziehung und Tierfriedhof auf dem Gelände angesiedelt werden. Diese Bereiche arbeiten mit dem Tierheim zusammen, um Synergieeffekte nutzen zu können.
Finanzierung:
Das Tierheim Potsdam kann derzeit bis zu 270 Tiere betreuen. Unter Zugrundelegung der vom Veterinäramt angegebenen Bedarfszahlen, müssen die Kapazitäten für alle Tierarten erweitert werden. Der daraus resultierende Finanzbedarf liegt allein für das Tierheim bei ca. 3 Millionen Euro. Für das Gesamtprojekt ist von einem Finanzbedarf von ca. 5 Millionen Euro in den nächsten zehn Jahren auszugehen.
Die angegliederten Geschäftsfelder können durch Ausnutzung von Synergieeffekten voraussichtlich in 10 Jahren das Tierheim, das immer auf Spenden und Zuschüsse angewiesen sein wird, finanziell stützen. Sie werden ihre eigenen Baukosten und darüber hinaus ihren Beitrag zur Stützung des Tierheims aber nicht die Baukosten des Tierheims erwirtschaften können.
Die Finanzierung des Neubaus des Potsdamer Tierheims muss maßgeblich, auf Grund der ihnen vom Gesetzgeber auferlegten Pflichten, durch die Stadt Potsdam und der neun Umlandgemeinden, zusammen mit den Eigenmitteln und den Eigenleistungen des Tierschutzvereins Potsdam und den von ihm eingeworbenen Spenden erfolgen. Entscheidend für das Gelingen wird aber auch sein, dass alle in Frage kommenden staatlichen Fördermittel ausgeschöpft werden.
