Kommentare für das Sago-Gelände
Zum MAZ-Artikel “Wirtschaftsförderung beklagt Tierheim auf Sago-Gelände” vom 24.12.2011 wurden lesenswerte Kommentare geschrieben die Sie hier nachlesen können.
» Sachbearbeiter | 26.12.2011, 10:58
Täglich grüßt das Murmeltier…
Die Verwaltung geführt durch Herrn Jakobs weiß nicht was sie will. Der Schlingerkurs in Sachen Tierheimstandort setzt sich fort. Kaum vorstellbar, dass Herr Frerichs sich unabgesprochen gegen den gerade von Frau Müller-Preinesberger gemachten Vorschlag wendet. Sollte es doch so sein, müsste Herr Jakobs den widerspenstigen Wildfang wieder einfangen und erklären, dass dies nur die persönliche Meinung von Herrn Frerichs ist. Er muss deutlich machen wer der Chef im Rathaus ist und ein Machtwort sprechen, andernfalls geht dieses Gezerre zwischen den Abteilungen noch bis zum Sanktnimmerleintag. Doch erhebliche Zweifel sind geboten, liegt doch der Verdacht nahe, dass der schon bei der Vorstellung der Grundstücke im Hauptausschuss beigezogene Frerichs nur seine ihm zugewiesene Rolle spielt, um das von der Verwaltung auserkorene Grundstück in Eiche auch gegen den Widerstand aus Bevölkerung und Politik durchzusetzen.
» Wanke | 26.12.2011, 21:09
Tierheim endlich bauen
Tierheim endlich bauen, war die Überschrift zu dem Vorschlag Nr. 20 des Bürgerhaushalts 2012. Der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. bekam dafür eine überwältigende Zustimmung von den Potsdamern Bürgern. Mit dem Rekordergebnis von 6747 Stimmen, mehr als dreimal soviel wie der Vorjahressieger, haben die Potsdamer ein überdeutliches Ausrufezeichen hinter diesen Vorschlag gesetzt und damit Ihrem dringenden Wunsch nach einem Tierheim in der Stadt Ausdruck verliehen. Dieses Votum muss ernst genommen werden und nun gilt es für die Stadtverordneten dies umzusetzen.
Die Verwaltung hat drei ernstzunehmende Standortvorschläge gemacht und wird, anders als viele befürchten, sicherlich zu jedem einzelnen stehen und festhalten.
Die Stadtverordneten haben sich bereits zwischenzeitlich eindeutig gegen Eiche ausgesprochen und auch Fahrland abgelehnt. Sie haben sich für Potsdam, Michendorfer Chaussee 144, oder kurz das Sago-Gelände, entschieden. Das ist gut so, da das Sago-Gelände, wo schon früher Hunde untergebracht waren, mit großem Abstand der beste Ort für das Potsdamer Tierheim ist.
Dies war für alle Tierfreunde eine frohe vorweihnachtliche Botschaft und ein versöhnliches Ende des Jahres 2011. Der Tierschutzverein bedankt sich bei allen die das möglich gemacht haben und wünscht allen Potsdamern noch einen Guten Rutsch ins Neue Jahr.
Bitte achtet zu Sylvester auf die Tiere
Niklas Wanke
Vorsitzender des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V.
» Julimond | 27.12.2011, 08:28
Wer vergleicht muss Vergleiche auch können
Der Vergleich mit dem Bornstedter Feld hinkt gewaltig, da sich Tierheim und Gewerbe nicht wie Tierheim und Wohnen gegenseitig ausschließen, sondern häufig praktizierte Praxis in Deutschland ist. Siehe z.B. Brandenburg oder Bremen. Sicherlich wäre ein idyllisch mitten im Wald gelegenes Tierheim schöner, aber dort will man es ja auch nicht erlauben. Also wenn nicht im Wald oder der Grünen Wiese und auch nicht in der Nähe der Wohnbebauung, dann bleibt doch nur ein Gewerbegebiet als Lösung übrig.
» DerErste | 27.12.2011, 10:54
Absichtliche Verwechslung
Wenn überhaupt sollte Herr Frerichs scharfe Kritik an dem Vorschlag der Verwaltung üben, die Stadtverordneten sind in ihren Entscheidungen von der Zuarbeit der Verwaltung abhängig und müssen sich auf die Seriosität verlassen können. Seine Kritik kehrt sich also gegen die Verwaltung selbst.
Außerdem scheint die Verwaltung nach dem Prinzip zu verfahren: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.“ Oder erinnert man sich in der Verwaltung tatsächlich nicht mehr daran, dass sie im Sommer 2010 selbst bekannt gaben (die MAZ berichtete), die Ansiedlungsziele für das Sago-Gelände hin zu kleinerem Gewerbe, zu verändern?
Zweifel sind berechtigt.
Dem Anschein nach wird die Verwaltung lieber für unfähig gehalten, als für hintertrieben. Wer denkt, in der Potsdamer Verwaltung weiß die linke Hand nicht was die rechte tut, der irrt. Das Ganze hat System. Auch jetzt noch nach Hunderten von Versprechen angeblich verstanden zu haben und zukünftig transparenter zu agieren, versucht die Verwaltung seine Bürger einschließlich der sie vertretenden Stadtverordneten auszumanövrieren.
» Sachbearbeiter | 27.12.2011, 11:29
Irrtümer und Fakten
Es ist ein Irrtum, wenn beklagt wird, dass die für einen Großinvestor vorzuhaltenden Flächen zur Disposition stehen. Fakt ist, dass die Vereinbarung zwischen der Stadt und der Projektentwicklungsgesellschaft mbH und Co KG, zur Vorhaltung für einen Großinvestor, die Flurstücke 44/9, 51 und 55 aber nicht das Flurstück 44/8, das für den Tierheimbau vorgeschlagen wurde, umfasst.
Es ist ein Irrtum zu glauben, das Sago-Gelände wäre 300.000 m² groß. Fakt ist, dass der räumliche Geltungsbereich des B-Plans 32 „Innovationspark Michendorfer Chaussee“ (Sago-Gelände) die Flurstücke 40 teilweise, 42 teilweise, 43/1 teilweise, 44/2, 44/8, 44/9, 44/12, 44/14, 44/16, 44/21, 45/3, 45/4, 49 teilweise, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 59, 66 teilweise, 67 teilweise, 68, und 69 der Flur 30 Gemarkung Potsdam umfasst. Die Gesamtgröße beträgt 789.000 m². Auch nach Abzug von 2,8 % der Fläche, genug Platz für einen Großinvestor.
Eine den Stadtverordneten als Erschwernis vorgestellte fehlende Abbiegespur ist ebenfalls ein Irrtum. Fakt ist, dass die Abbiegespur ebenso vorhanden wie die in der Matrix angemahnten Bushaltestellen, wie man sich im Internet auf Luftbildern überzeugen kann.
Es ist auch ein Irrtum, dass die Zufahrt überhaupt über die Vorhaltefläche für einen Investor geführt werden muss. Fakt ist, dass bereits zum Flurstück 44/8, ehemaliges Asylantenwohnheim Potsdams, eine direkte Zufahrt über die K6905 existiert.
Die Irrtümer waren, ob bewusst oder unbewusst angeführt, dazu angetan den Wert des Sago-Geländes für ein Tierheim zu verschleiern.
Diese Fakten unterstreichen die kluge Entscheidung der Stadtverordneten als folgerichtig ja zwangsläufig.
» Kabarettistin | 27.12.2011, 12:40
zweiter Versuch
GROSSINVESTOR SAGT AB; KEIN PLATZ FÜR TOILETTEN
Wer legt bitte schön fest wie groß ein Gelände für einen Großinvestor sein müsste? Das ist ja gerade so als ob der Pastor die Weihnachtsmesse ausfallen ließe, weil nicht genug Kerzen da sind. Nun muss die Kirche aber mal im Dorf bleiben.
Kaum vorstellbar, dass eine 310.000 m² große Fläche sich schlechter vermarkten lässt als eine 330.000 m² große Fläche.
Die Zeiten, wo man so große Flächen an den Mann kriegen konnte; sind übrigens vorbei. Ein Blick in die umliegenden Gewerbegebiete, Werder, Neu Plötzin, Stahnsdorf, Teltow, Marquardt (gehört zu Potsdam), lohnt sich, dort gibt es massenhaft Leerstand und in der Regel werden dort eher Lose zwischen 1-3 ha nachgefragt.
Wie geschaffen für ein TSV Tierheim
Auf dem Gelände an der Michendorfer Chaussee (SaGo) stehen noch heute die Hundezwinger der ehemaligen Grenztruppen. Es müsste doch mit dem Teufel zugehen, wenn das jetzt nichts wird.
Gruß
J.Bauer
» Julimond | 27.12.2011, 14:17
Wertvolle Werte
Der Kommentator einer anderen Zeitung verstieg sich dazu, das Sago Gelände für zu wertvoll zu erklären. Diese unüberlegte Äußerung zeugt davon, dass unsere Gesellschaft immer noch den falschen Werten nacheifert. Wer legt in unserer Gesellschaft fest was wertvoll ist und was nicht wertvoll ist? Es fehlt hierbei der ganzheitlich Ansatz und deutlich an Einfühlungsvermögen und Verantwortungsgefühl. Beides Werte die der Tierschutzverein Potsdam wie ein Leuchtturm hochhält und an unsere Kinder weitergibt.
Ein Gelände so fern der Wohnbebauung und der Stadt doch so nah. Eine Ideale Lösung. Dort stehen sogar noch Hundezwingern. Besser geht es doch gar nicht. Das wäre ohne Zweifel mit Abstand die beste Lösung für Potsdam. Dort ist Platz ohne Ende. Das Gelände soll sogar 80 ha groß sein. Gebt dem Tierschutzverein das Grundstück. Eine bessere Investition mit einer höheren Rendite gibt es nicht.
Eure Juli

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