SPD uneins

Während offensichtlich Teile der Potsdamer SPD die Geschichte umschreiben wollen und die Verantwortung der Verwaltung für die Tierheimmisere nicht sehen wollen, übermitteln andere dem Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. eine Mail  zu der SPD internen Diskussion über die Abkehr von einem Mehrheitsbeschluss … der Stadtverordnetenversammlung.

Entwurf des Dringlichkeitsantrages der SPD 2011.05.28 SPD uneins 2

Während die SPD für horrende Ausgaben an anderer Stelle plädiert, will sie beim Tierschutz sparen und auf ein notwendiges, und aus sozialen Gesichtspunkten überaus wichtiges, Infrastrukturelement verzichten. Damit wäre Potsdam die einzige Landeshauptstadt die für Ihre Bürger kein Tierheim hat.

Während die SPD mitentschieden oder mitgetragen hat oder an entscheidenden Stellen weghörte oder wegschaute, wenn ehrenamtlicher Arbeit geschadet wurde, kann ihr die Hilfe der Stadt an anderer Stelle gar nicht weit genug gehen.

Nein, dies ist kein Appell für die Rücknahme von Zusagen. Dies ist ein Appell für ein  gerechtes Verhalten allen gesellschaftlichen Gruppen gegenüber. Gerechtigkeit hat weit weniger mit Geld zu tun, als viel mehr mit Anstand. Wenn dies dann mit Sachverstand kombiniert wird, kann Potsdam beides: Sparen und Leisten.

Statt die Flucht nach vorne zu suchen und keinen Blick zurück zu erlauben, sollte die SPD ihr eigenes Verhalten überprüfen. Sie muss dann zwangsläufig sehen, dass nicht der Stadtverordnetenbeschluss von 2008, der ein Tierheim in Potsdam festschreibt, das Problem ist, sondern die Unfähigkeit der Verwaltung ihn umzusetzen auf den Prüfstand gehört.

Kommentare

Es ist für mich völlig unverständlich, wie die Stadtverwaltung für einen Fussballverein, der sich nicht selbst finanzieren kann, 700.000 Euro ausgeben will aber ein Tierheim (Pflichtaufgabe der Stadt) zu teuer ist. Warum kann dieses Geld nicht für den Tierheimbau ausgegeben werden? Babelsberg 03 soll absteigen, wenn die Leistung nicht stimmt. Dafür sollten Steuergelder nicht ausgegeben werden.

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