Zu dem PNN-Artikel „Schulungsbedarf für CDU-Stadtverordneten Horst Heinzel“ vom 27.07.2010
Zitat aus dem Artikel: „Deswegen hatte der Tierschutzverein jetzt Heinzel die Verharmlosung des Nazi- Regimes vorgeworfen – und eine Beleidigung des Vereins, da Heinzel das frühere Tierheim gemeint habe. Letzteres bestreitet der CDU-Mann, allerdings sei der Begriff „Tier-KZ“ ein „Fehlgriff“ gewesen“
Herr Heinzel versucht sich in Schadensbegrenzung und macht alles noch schlimmer. Sein eigener O-Ton in seinem Schreiben vom 14.06.2010 spricht eine völlig andere Sprache und widerlegt seine jetzigen Behauptungen gegenüber der Presse: „Da ich dem Tierschutz sehr verbunden bin, aber in Übereinstimmung mit der öffentlichen Verwaltung davon ausgehe, dass die Unterbringung der Tiere unter den mir bekannt gewordenen Umständen nicht argerecht sein konnte, räume ich ein, dass ich die Unterbringung der Tiere in Käfigen verglichen haben könnte mit einem Tier-KZ.“
Auch Zeugenaussagen von Anwesenden widersprechen ebenso seinem Versuch sich aus der Verantwortung zu ziehen. Sie erinnern sich, dass er das ehemalige Tierheim an der Forststraße gemeint hat.
Der Vorstand des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V.

Schade, daß scheinbar jahrelang, von 1990-2003, keiner von der Stadt auf die Idee kam, daß die Zwinger zu klein sein könnten und von daher auch nichts dagegen gemacht hat. Warum nicht? Weil gesetzlich vorgeschriebene Mindestauflagen eingehalten wurden und daher keine Notwendigkeit einer Verbesserung gesehen wurde? Weil es der Stadt Kosten verursacht hätte? Gelder, die doch viel lieber in andere, prestigeträchtigere Projekte investiert werden sollten?
Nachdem der TSV dann das Tierheim übernommen, ein paar Jahre lang betrieben und freiwillig mit eigenen Geldern und Personal, auch unter Mitwirkung von externen Helfern und Ehrenamtlichen, Ausläufe gebaut und vergrößert sowie Zwingerwände rausgerissen und somit die Haltungsfläche von Hunden auf das Doppelte vergrößert hat, sind die Zwinger plötzlich zu klein und nicht mehr geeignet und werden als Tier-KZ eingestuft? Das entbehrt doch jeglicher Logik. Oder können Sie, Herr Heinzel, das erklären?
Und mal ganz ehrlich: wäre ein Tierheim, wie es Ende 2007 existierte, nicht allemal besser und preiswerter gewesen, als all diese kostenintensiven, weit abgelegenen, für viele Potsdamer nicht erreichbaren Interimslösungen, bei denen scheinbar keiner wirklich weiß, wer tatsächlich Ansprechpartner für Fundtiere ist?
Was passiert jetzt eigentlich mit dem Grundstück am Wildpark? Scheinbar gibt es keine dringende Folgenutzung, die eine sofortige Räumung hätten rechtfertigen können. Anders kann ich es mir nicht erklären, daß ich vor 2 Wochen keine Änderung zum Zustand von März 2008 feststellen konnte. Von den Pflanzen, die sich die Flächen zurückerobern, mal abgesehen.