Gegendarstellung des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V. auf den Kommentar „Verwunderlich“ aus der PNN vom 26.07.2010.

Vorweg möchte der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V.  feststellen, dass eine so ungeheuerliche Aussage wie von Herrn Heinzel, der das Tierheim auf Grund der Zustände als Tier-KZ bezeichnet hat, nicht einfach so im Raum stehen bleiben darf und nur mit einer ehrlich gemeinten Entschuldigung ausgeräumt werden kann.

Außerdem bleibt festzuhalten, dass Herr Heinzel sich bis heute nicht beim Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. entschuldigt hat. Stattdessen hat Herr Heinzel dem Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. Geld angeboten (Zitat: „Ich wurde mich gern wie bisher für den Bau eines Tireheimes einsetzen und wie schon im Jahr 2005 1700,00 € mit Wort und Spenden dafür einsetzen. Nur ist Vorrausetzung dafür ein pfleglicher Umgang miteinander.“) und er hat später dem TSV durch seinen Anwalt vorwerfen lassen, dass der TSV es auf Geld abgesehen hätte. (Zitat: „Ich kann mich auch des Eindruckes nicht erwehren, dass Sie sachfremde Erwägungen (Spenden, ….) verfolgen und hier eine unzulässige Verknüpfung vorliegt.“)

So sieht keine ehrlich gemeinte Entschuldigung aus. Der Vorstand des TSV kommt nicht umhin seinem Entsetzen über dieses Fehlverhalten Ausdruck zu verleihen. Diesen Irrweg, den Herr Heinzel eingeschlagen hat, müssen nun unabhängig von seinem Angriff gegen den TSV andere bewerten. Der TSV ist nach wie vor bereit eine ehrlich gemeinte Entschuldigung von Herrn Heinzel zu akzeptieren. Entschuldigt sich Herr Heinzel nicht beim Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V., muss auf verschiedenen Seiten geprüft werden welche Konsequenzen dies zur Folge hat.
Der Vorstand des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V.

Des weiteren möchten wir möglichst konkret auf den Kommentar von Herrn Kramer eingehen. Teil einer Kampagne die Herr Kramer gegen den Tierschutzverein seit drei Jahren zu führen scheint. Weiß die PNN davon? Duldet sie es? Oder erwartet sie es von Herrn Kramer?

Vorab noch einmal der fragliche PNN-Artikel vom 26.07.2010 von Henri Kramer zu finden auch unter:

http://www.pnn.de/potsdam/313646/

Verwunderlich
So klingt ein verbaler Tiefschlag: Von einem „Tier-KZ“ hat der  CDU-Stadtverordnete Horst Heinzel hat bei einer öffentlichen Veranstaltung gesprochen. Mehr als einen Monat später wird der CDU-Politiker deswegen vom Tierschutzverein (TSV) attackiert, weil die Tierschützer die Äußerung auf sich und ihr bis Ende 2007 betriebenes Tierheim beziehen. „Pietätlos“ sei die Wortwahl, so der Verein. Das stimmt. Vergleiche mit Begriffen aus der Nazi-Zeit gehen regelmäßig daneben, so auch diesmal. Dennoch verwundert der Zeitpunkt der Kritik. Denn auch seit mehr als einem Monat liegt dem Verein eine Stellungnahme von Heinzel vor in dem er von einem „Fehlgriff“ spricht und klarstellt, dass nicht der TSV gemeint war. Nun plötzlich einen Monat später Heinzel per Pressemitteilung zu attackieren, ist zumindest merkwürdig – so mitten im Vergabeverfahren für ein neues Tierheim, für das auch der TSV sich beworben hat. Und dann tagt in dieser Woche noch der neue Tierheimbeirat, in dem Heinzel als Mitglied sitzen wird. HK


Die Reaktion des Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V.

Die lange Dauer bis zur Veröffentlichung ist den Bemühungen des TSV, hinter den Kulissen eine Lösung herbeizuführen, geschuldet gewesen. Dies sollte dem TSV hoch angerechnet werden. Herr Kramer suggeriert stattdessen, dass ein nebulöses Kalkül des TSV dahinterstehen könnte und überschreitet damit die journalistischen Grenzen.

Der Kommentar „Verwunderlich“ von Herrn Kramer ist gespickt mit Andeutungen. Mit der Aussage “zumindest merkwürdig” impliziert der Redakteur, dass unter Umständen mehr an der Sache dran ist und beflügelt damit bewusst die Fantasie des Lesers anstatt sich an die Fakten zu halten.

Dass diese Äußerung “mitten im Vergabeverfahren” fiel, ist vermutlich wirklich kein Zufall, aber in welcher Welt wird hierfür das Opfer und nicht der Täter verurteilt. Herr Heinzel hat den Zeitpunkt ausgewählt und nicht der Tierschutzverein. Herr Kramer täte besser daran bei den Fakten zu bleiben.

An und für sich unnötig zu erwähnen, dass die “Attacke” von Herrn Heinzel und nicht vom Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. ausging. Trotzdem versucht der Redakteur in seinem Kommentar die Täter- und Opferrollen zu vertauschen.

In den vergangenen Wochen war der TSV redlich darum bemüht, den Konflikt hinter den Kulissen beizulegen. Hierzu hat der TSV die CDU wie schon in seiner ersten Pressemitteilung erwähnt, hinzugezogen und (am 28.06., 02., 13., 19., und 23.07.2010) gebeten ihren Einfluss auf Herrn Heinzel (der am 11., 12., 15., 16., und 18.06.2010 angeschrieben worden ist) geltend zu machen. Erst nach dem auch die Versuche der CDU erfolglos blieben und die CDU dem TSV riet zu tun was der TSV für richtig hält, hat sich der TSV wie angekündigt an die Presse gewand. Eine “plötzliche Attacke” sieht definitiv anders aus z.B. wenn drei Jahre nach der Schließung des Tierheims Herr Heinzel das Tierheim auf Grund der Zustände als Tier-KZ bezeichnet.
Der Vorstand des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V.

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