Gegendarstellung zu den Presseaussagen von Frau Müller am 13.12.2007

Im Zuge der Gespräche, die am 04.12.2007 zwischen der Stadt und dem Tierschutzverein stattgefunden haben, an denen Frau Müller nicht teilgenommen hat, wurde Stillschweigen über die verhandelten Punkte vereinbart. Aufgrund der Äußerungen von Frau Müller im öffentlichen Teil des Hauptausschusses, veröffentlicht am 12.12.2007 in der PNN, sehen wir uns nicht länger an diese Vereinbarung gebunden. Zudem werden hier einige Fakten vermischt und falsch dargestellt. Das möchten wir richtig stellen. Es ist falsch, dass der Verein ein Konzept bis zum 07.12. vorstellen sollte. Wenn es während des Gesprächs um ein Konzept ging dann nur, wie sich die Stadt den Betrieb der Auffangstation vorstellt. Wir möchten Frau Müller bitten ihr eigenes Protokoll besser zu lesen.
Der Vorwurf, der Tierschutzverein hätte sein Versprechen mit der KIS zu reden nicht gehalten, ist aus der Luft gegriffen. Das sollte gerade Frau Müller selbst wissen, hat sie uns doch am 19.11.2007 bei einem gemeinsamen Termin explizit an die KIS bezüglich der Weiternutzung des Tierheimgeländes verwiesen. Seit dem 20.11.2007 steht der TSV mit der KIS in Kontakt. Leider wurden uns die bis zum 27.11.2007 zugesagte Bekanntgabe der Mietkosten, trotz mehrmaligem Nachfragen, nicht mitgeteilt. Erstmals am 04.12.2007 gab es konkrete Aussagen von Mitarbeitern der KIS zu den veranschlagten Mietkosten. Auch die Aussage, der Verein hätte sich nicht zu den Mietkosten geäußert stimmt nicht, dazu gibt es sogar einen Eintrag im Gesprächsprotokoll vom 04.12.07. Unsere Aussage war zu jeder Zeit und ist es immer noch, das wir das Grundstück weiter nutzen wollen. Der Verein hat sich in diversen Telefonaten darum bemüht, das von der KIS zuvor zu erarbeitende verbesserte Angebot nebst Mietvertrag zu erhalten. Noch am Freitag hieß es aus dem Hause der KIS, dass dies am Montag spätestens am Dienstag vorliegen würde. Es gab bis gestern keine Grundlage auf der der Verein hätte weiterverhandeln können. Vorgestern erst er schickte die KIS dem Verein nach über einer Woche einen Mustervertrag den man auch schon am 4.12. hätte ausreichen können. Zudem enthielt er nicht das zugesagte verbesserte Mietpreisangebot, obwohl der Vertrag in den Verhandlungen am Freitag den 07.12. nur aus diesem Grunde zurückgehalten wurde.
Weiterhin wurde, nachdem dies erneut vom TSV angemahnt wurde, am 04.12.07 vereinbart, dass nun von der Stadt ein Anforderungskatalog für den Betrieb der Auffangstation für die Fund- und Verwahrtiere bis zum 06.12 erarbeitet wird, um den der Verein aber schon im Gespräch am 19.11.07 und nochmals schriftlich am 20.11.07 gebeten hatte.
Dieser erreichten den Tierschutzverein am Samstag den 08.12.2007 und wurde ohne Ankündigung am 11.12.07 (Eingang des Schreibens) nachträglich mit einer Fristsetzung bis zum 13.12. versehen. Die nun vorliegenden Anforderungen an die Auffangstation unterscheiden sich sowohl in Art als auch im Umfang der zu erbringenden Leistungen deutlich von der im Vorfeld kommunizierten “Aufbewahrung ohne tierpflegerische Leistung”, was den Tierschutzverein in die Pflicht brachte sämtliche Posten neu zu kalkulieren. Das Angebot wurde am 12.12.2007 abgegeben.
Bezüglich der Vorwürfe der Tierschutzverein würde nicht mitarbeiten dürfen wir daran erinnern, dass nach der Ausschreibung für die Fundtierbetreuungsverträge, sehr viele versprochene Termine durch die Stadt verschoben oder abgesagt wurden. Allein der Termin vom 04.12.07 wurde im Vorfeld 2 mal verschoben, wodurch fast einen Monat kostbarer Zeit verloren ging. Wenn überhaupt, wird doch eher die Geduld des Tierschutzvereins auf die Probe gestellt.

Kommentare

Ein Mensch, der gemachte Versprechen nicht hält bzw. sich dann total gegenteilig äußert und das ohne Not vor vielen Menschen, ist für mich hochgradig unehrenhaft.
Daß es in Potsdam keine streunenden Tiere gibt, ist eine Lüge des Potsdamer Bürgermeisters. Es sind hier offensichtlich keinerlei Kenntnisse vorhanden. Ich bin gern bereit,diesen OB zu unseren täglichen Versorgungen und Fütterungen der Streuner mitzunehmen. Die fehlende Transparenz dieses OB ist schon sehr suspekt und belastend für die Bürger unserer Stadt.
Ein Tierheim ist in unserer großen Stadt so nötig wir nur was.Sich hinzustellen und das Gegenteil zu behaupten wegen nicht vorhandener Streuner ist doch recht dumm und primitiv und nicht hinzunehmen. Haushaltsabstimmung und Prominenten-
liste sagen das Gegenteil. Das günstigste Angebot des Tier-
schutzvereins kommt Steuerzahler und Stadtkasse sehr entgegen, diesen OB interessiert das nicht. Ist diese Ignoranz nur Versagen oder gehört er zu den sehr bedau-
ernswerten Menschen, die statt Pupillen Dollarzeichen in den Augen haben? Mit Sicherheit beides. Es gibt zu viele Probleme in unserer Stadt, die dieser OB nicht in der Lage ist, zu lösen. Er sollte schnellstens seinen Hut nehmen, dann würde es Tier und Mensch (in dieser Reihenfolge) besser
gehen.
U. Selke

Am 06. 09. 2009 veranstaltete der Tiertafel e. V. im Wildpark
in Potsdam einen sog. Doggy-Walk. Die damalige Angestellte der Tiertafel, Fr. Daubas, hatte diese Veranstaltung zu überwachen. Ich nahm auch daran teil und traf bei der Försterei im Wilpark mit Fr. Müller-Preinesberger, damals noch Fr. Müller, zusammen. Auf meine Frage, warum sie den Tierschutzverein so permanent bekämpft, sagte sie zu mir, daß sie sich nicht erpressen lasse durch Videos, die ihrer Meinung nach nicht den Tatsachen entsprächen.Gemeint waren die Videos des TSV, die als Vorspann vor Filmen im Kino liefen.
Für dieses Gespräch gibs Zeugen und es zeigt, daß die ganze Tierheimproblematik vorwiegend auf Animositäten beruht, die inzwischen den praktizierten Amtsmißbrauch begründen.

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