Herr Heinzel (CDU) wäscht seine Hände in Unschuld
Wir möchten hiermit Bezug nehmen auf die Pressemitteilung der CDU, veröffentlicht am 05.11.2007 durch den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Herrn Heinzel. Den originalen Text werden wir an dieser Stelle nicht verlinken, um der Verbreitung dieses Textes nicht auch noch zu unterstützen. Die von uns kommentierten Stellen der Pressemitteilung werden wir entsprechend zitieren. Offensichtlich hat der Wahlkampf bereits begonnen und man versucht sich nun auf Kosten des Tierschutzvereins und auf Kosten der Tiere zu profilieren. Dies weisen wir mit aller Entschiedenheit zurück. Wir werden uns nicht zum politischen Spielball machen lassen. Man wirft uns vor, dass unsere Argumente an Sachlichkeit verlieren, und dass wir aus populistischen Motiven heraus handeln. Wenn Bedenken unsererseits als Vorverurteilung und ernst gemeinte Fragen und benannte Fakten als Scheinargumente ausgelegt werden, dann sind wir wohl wirklich unsachlich. Wir möchten aber Herrn Heinzel darum bitten uns zu erklären, was er an unserer Kritik, “warum verlangt die Stadt bei der Bewertung der Angebote im nachhinein 50 Hundezwinger, obwohl im Durschnitt in diesem Jahr nur 6 Potsdamer Hunde im Tierheim standen?” unsachlich und populistisch war.
Herr Heinzel schrieb: “…Ich wünsche mir, dass die seit Wochen vergeudete Zeit und Energie es Tierschutzvereines gegen das ihm scheinbar widerfahrende Unrecht in eine positive Energie verwandelt wird…” Die Zeit wird sicher nicht von unserer Seite vergeudet. Seit Wochen warten wir auf ein Gespräch mit den Verantwortlichen der Stadt, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Leider bisher erfolglos. Eine Liste von Fragen, um die wir explizit gebeten wurden, blieb bisher unbeantwortet. Der Verein hängt damit buchstäblich in der Luft. Bereits zugesagte Termine wurden kurzfristig abgesagt, weitere Terminvorschläge
unsererseits ignoriert. Während dessen gehen die Umbauarbeiten, trotz ungeklärtem Weiterbetrieb, voran. Der Tierschutzverein ist bereit seinen Teil zu leisten, wenn man ihn läßt.
Herr Heinzel schrieb: “…Schon alleine aus Anerkennung für die nicht wegzudenkende Arbeit aller Mitglieder des Tierschutzvereins. Ein Tierheimneubau in unserer Stadt, das ist das Ziel, das uns allen am Herzen liegen sollte…” Vielen Dank für die Anerkennung, aber dürfen wir daran erinnern, dass es Herr Heinzel war, der durch seinen Antrag auf ein Interessenbekundungsverfahren in der Stadtverordnetenversammlung, zu einem Zeitpunkt, als sich sowohl die Stadt als auch der Tierschutzverein für den Standort Eiche ausgesprochen hatten, der Bürgermeister die Kostenübernahmeerklärung im Falle einer Belastung des Grundstücks in Eiche abgab, die Arbeit von 4 Jahren schlagartig zunichte machte und uns zu genau dieser Situation führte, die wir jetzt haben. Vielen Dank für diese Unterstützung. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr. Uns vorzuwerfen wir würden die Tiere aus den Augen verlieren, ist der Gipfel der Frechheit. Obwohl der Weiterbetrieb des Standortes Wildpark ungeklärt ist, werden die Bedingungen für die dort untergebrachten Tiere kontinuierlich weiter verbessert und zwar nicht erst seit der Ausschreibung, sondern seit über eineinhalb Jahren. Der Vorwurf der Diskriminierung Andersdenkender ist haltlos und stellt genau das dar, was man uns vorwirft. Er ist polemisch und populistisch. Von einem sachlichen Beitrag zur Situation ist die Veröffentlichung von Herrn Heinzel weit entfernt. Über den Hintergrund und die Motivation dazu können wir nur spekulieren.
Mario Keller,
Vorstand Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V.

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