Die Potsdamer Stadtverwaltung kündigt dem TSV und schließt das Tierheim
Eigentlich sollte hier ein Text über ein fröhliches und entspanntes Sommerfest stehen aber die Potsdamer Stadtverwaltung hat via Presse angekündigt, dass sie dem TSV kündigt und das Tierheim Potsdam ab dem 01.01.08 schließen wird. In der Phase wo alle glaubten die Ausschreibung würde geprüft werden, verhandelte die Stadt heimlich mit dem Pfötchenhotel und der Tierklinik.
Dies scheint eher eine Verzweiflungstat als überlegtes Handeln zu sein. Die Kosten werden in die Höhe schnellen und der Tierschutzgedanke wird für Fund- und Verwahrtiere nicht mehr existieren.
Kommentare
Der Oberbürgermeister setzt Millionen für den Bau des Spaßbades in den “Sand”, wir Bürger werden dafür jetzt zur Kasse gebeten, aber das unschuldige Tiere in Not, die angeblich genug Platz in den Boxen haben, so der Oberbürgermeister meinte, jetzt noch weniger Chancen auf ein würdevolles Leben haben ist den “Herrschaften” völlig egal, hauptsache SIE haben alle ein Haus mit Garten oder große Wohnungen. Es sind ja nur Tiere, es ist eine Schande, daß dies das Ergebnis von angeblichen langen Verhandlungen ist. Ich hoffe nur daß die Leute, die das entschieden haben nicht auch einmal in Not kommen. Man hat sich hier eines unangenehmen Themas ganz heimlich entledigt. Die das entschieden haben sollten sich was schämen !!!!
Mich hat die Nachricht heute auch kalt mit der PAM´s erwischt.
Habe ich noch Werbung für das Sommerfest gemacht, wollte sich eine entsprechende Stimmung dafür nun nicht mehr einstellen.
Die Argumente meiner Vor- Kommentatoren und von Herrn Wanke sind so eindeutig das sie vielleicht für den Kämmerer in seinem Zahlenwerk nicht mehr nachzuvollziehen sind.
Denn das die Entscheidung nach hinten losgeht wird man wohl leider dann erst erfahren, wenn die Zahlen auf dem Tisch liegen: Pro Tag pro Tier, na was denken die denn was der Besitzer vom Pfötchenhotel für Rechnungen schreiben wird. Unglaublich, skandalös und nicht nachvollziehbar!
Richtig: Schämen sollte sich die Stadt!
Vor vier Jahren haben wir aus dem Tierheim Potsdam eine Hauskatze erhalten. In diesem Jahr mußten wir sie erstmals für zwei Wochen zur Pflege in’s Pfötchenhotel bringen. Das kostet für Nicht-VIP’s 18 Euro pro Tag. Zwar kümmert sich das Personal genauso liebevoll um “seine” Gäste wie in Potsdam, aber die finanzielle Belastung ist enorm. Und Beelitz-Schönefeld ist nicht gerade einen “Katzensprung” entfernt, liebe Damen und Herren in der Stadtverwaltung! Aber wem interessiert’s? Bestimmt auch nicht jenen, die in einigen Jahren in Potsdams Stadtschloß residieren dürfen.
Für unsere Landeshauptstadt ist dieser Akt wieder mal eine sehr blamable Entscheidung. Tiere, schaut auf diese Stadt…
Schämen sollte sich der Oberbürgermeister und alle Politiker, die
dieses Ansinnen unterstützen. Die Landeshauptstadt von Brandenburg – Potsdam ohne Tierheim?
- Unvorstellbar!!!!! – Es verschlägt uns den Atem, dass für Prestigeobjekte Unsummen Steuergelder verschleudert werden, für die verlassenen und unschuldigen Tiere, weder ein Grundstück noch Gelder zur Verfügung stehen.
Wer schon einmal im Tierheim vorbei geschaut hat, die fleißigen Tierpfleger
beobachten und die dankbaren Tieraugen sehen konnte, begreift die Herzlosigkeit
dieser Politiker!!
Das kann doch nicht wahr sein! So eine Entscheidung können viele, viele tausend Menschen nicht für ernst nehmen. Man sollte diesen Politikern das Handwerk legen. Ich kann nur an die Vernunft der verantwortlichen erinnern. Dies ist auf jeden Fall die falsche Richtung, werte Herren aus der Stadtverwaltung. Es sollte viel, viel mehr für die Unterstützung der Tierheime durch die Politik getan werden.

So wie bei der öffentlichen Diskussion um den Neubau des Potsdamer Schlosses nicht der Mensch im Mittelpunkt von Politiker-Entscheidungen zu stehen scheint ist es offensichtlich auch beim Hin und Her um den Neubau des Tierheimes: Im Mittelpunkt steht nicht das Tier sondern der Fiskus.
Eine schlimme Entscheidung der Stadt für alle Tierfreunde!
Hans-Hartwig Lau, Werder (Havel)